Der sog. Freilauf, d.h. das Laufen ohne Leine ist für manche Hundehalter*innen mit großem Stress verbunden. Zu viel kann passieren, der Hund kann weglaufen, fremde Menschen und andere Tiere gefährden oder belästigen. Er kann unter ein Auto geraten, einen Jogger hetzen oder einen Radfahrer zu Fall bringen. Er kann "nicht hören", sein eigenes Ding machen und nur sehr mühsam wieder "eingefangen" werden. 

So fangen wir dann an, unseren Hund ständig zu rufen und ihm pausenlos zu reglementieren. Ohne darauf zu achten, was das Tier uns eigentlich sagen will - oder ob die gemeinsame Beziehung bereits gefestigt genug ist, um auch mal etwas Luft zwischen uns zu lassen. Das Ergebnis solch schlechter Erfahrungen ist meist, dass der Hund fast gar nicht mehr von der Leine gelassen wird - oder ständig eine Schleppleine verwendet wird, die uns selbst und andere zu Fall bringt. 

Die Freude am gemeinsamen Spaziergang ist jedenfalls weg. 

Dabei war doch genau DAS der Grund dafür, warum wir überhaupt einen Hund haben wollten: Der Traum von Freiheit, von Verbundenheit, die Sehnsucht, sich aufeinander verlassen zu können und eine echte Beziehung zu einem durch und durch faszinierenden Wesen einzugehen. 

Jedenfalls dort, wo es erlaubt ist. Denn natürlich sind Menschen, deren Hunde wie wild durch Wald, Wiesen und Felder hetzen, d.h. sich erkennbar der Einwirkung ihres Halters entzogen haben und sich außerhalb deren Rufweite befinden ein großes Ärgernis. 

Ein genauso großes Ärgernis sind allerdings auch selbst ernannte Hilfssheriffs, die weder eine entsprechende Befugnis, noch eine Ahnung von den einschlägigen gesetzlichen Bestimmungen (wie etwa dem NÖ Jagdgesetz oder dem NÖ Hundehaltegesetz) haben, aber dennoch meinen, ihre Mitmenschen mit Hund beleidigen und belästigen zu können.

Denn Bewegung in freier Natur, das gemeinsame Erleben ist und bleibt einer der schönsten Aspekte in der Beziehung zwischen Menschen und ihren Hund. Allerdings geht es dabei weniger um strikte "Er-Ziehung", als um eine vertrauensvolle und entspannte Be-Ziehung. 

Dazu gehört als Grundvoraussetzung für verantwortungsbewusste Hundehalter*innen auch, sich über die einschlägigen rechtlichen Rahmenbedingungen zu informieren. Das hat nicht nur eine gesellschaftliche Vorbildwirkung, sondern ist auch unabdingbares Erfordernis, um nicht nur den eigenen Hund, sondern auch andere Lebewesen, wie insbesondere Wildtiere, zu schützen. 

In diesem Sinne: Viel Freude mit dem folgenden Video! Lassen Sie sich inspirieren und auf den Geschmack bringen. Es ist gar nicht so schwer, wie Sie vielleicht denken. Denn auch beim Spaziergang mit dem Hund geht es letztendlich darum, Freundschaft und Beziehung über bloße "Erziehung" zu stellen. 

E-Mail
Anruf
Karte
Infos